Test: Ibanez Layer Delayer – Das ultimative Ambient-Delay?
So wird das Pedal getestetDa das Layer Delayer-Pedal mit seinen Stereo-Ein- und -Ausgängen für verschiedene Instrumente interessant sein dürfte, spiele ich es im Folgenden mit einer E-Gitarre (Kmo Guitars. . .

So wird das Pedal getestetDa das Layer Delayer-Pedal mit seinen Stereo-Ein- und -Ausgängen für verschiedene Instrumente interessant sein dürfte, spiele ich es im Folgenden mit einer E-Gitarre (Kmo Guitars HybriT), einem akustischen Fretless-Bass (Guild B-240EF) sowie einem Nord Electro 6D an. Um genau diese Vielfalt zu ermöglichen, hat das Pedal einen kleinen zusätzlichen Kippschalter an Bord, der zwischen Line-Level und Instrument-Level wählt, sodass der Eingangspegel je nach Anwendung optimal und ohne Übersteuerungen verarbeitet werden kann. Sehr gut!Affiliate LinksGuild B-240EF Acoustic BassKundenbewertung:(16)Clavia Nord Electro 6D 61Kundenbewertung:(52)Die Funktionsweise des Layer Delayer in der Praxis einfach erklärtBevor wir uns den klanglichen Möglichkeiten des Pedals zuwenden, soll ein erstes Hörbeispiel zunächst die Funktionsweise der einzelnen Delay-Kanäle erläutern. Angewählt habe ich dafür am Nord Electro 6D einen Rhodes-Sound. Zu Beginn hören wir nur die Wiederholungen des ersten Delay-Kanals im eingegebenen Tempo. Anschließend nehme ich den dritten Kanal hinzu (dritte Sechzehntel), woraus sich ein Delay-Pattern im Achtelrhythmus ergibt. Daraufhin ergänze ich zum ersten Kanal nur den letzten Kanal (dritte Triole), was ein Delay-Pattern im Shuffle-Rhythmus zur Folge hat. Zu guter Letzt hört ihr außerdem den ersten, zweiten und vierten Kanal für ein Delay-Pattern mit Sechzehntel-Puls. Wie unterschiedlich die Pattern wirken können, wird außerdem bei unterschiedlichen Betonungen der Lautstärken innerhalb der jeweiligen Muster deutlich. Audio SamplesHQHQSoundcheck: Delay-Pattern (Rhodes)Noch spannender wird es, wenn man nun im Stereobetrieb die acht Auto-Panning-Modi in den Blick nimmt, für deren Wirkung auch das kleine Pan-Speed-Poti eine wichtige Rolle spielt. Einige erste Eindrücke dazu gibt’s im folgenden Beispiel. Audio SamplesHQHQSoundcheck: Auto-Panning-Modes (Rhodes)Diese Stärken und Schwächen offenbart das Ibanez Layer DelayerBeim Einschalten präsentiert sich das Pedal mit seinen vielen LEDs als wahre Lichtorgel, wobei – je nach Umgebungshelligkeit – eine etwas dezentere Beleuchtung für die Ablesbarkeit vorteilhafter wäre. Die per Tone-Poti abrufbaren drei Delay-Charaktere (Tape, Analog & Digital) fallen leider recht subtil aus, weshalb nicht ganz klar wird, warum sie stufenlos ineinander übergeblendet werden können. Als sehr charakterstarke Option offenbart sich dagegen das Tiefpass-Ladder-Filter, das gleichzeitig aber auch dafür sorgt, dass sich die Unterschiede zwischen den Delay-Typen quasi gar nicht mehr orten lassen. Audio SamplesHQHQSoundcheck: Tape → Analog → Digital (Rhodes)Soundcheck: Filtermodul (Rhodes)Auch wenn sich per Einschleifweg das Delay-Signal mit externen Effekten weiter bearbeiten lässt, vermisse ich beim Editieren der Sounds hin und wieder eine zusätzliche Modulationsoption, wie sie Ambient-Delays für gewöhnlich mitbringen. Etwas unvorteilhaft ist außerdem die nicht ganz punktgenaue Rasterung der Verzögerungszeit per Time-Poti, die wahlweise in ms oder in bpm angezeigt wird. Falls man das Tempo ohnehin lieber per Tap-Befehl eingibt, ist dies nicht weiter tragisch. Möchte man allerdings beispielsweise das Delay exakt zu einem externen Click-Track synchronisieren, gelingt dies zumindest am Gerät nicht immer. Abhilfe schafft hier aber die Rechner-App, die eine genaue Eingabe der Delay-Time ermöglicht. Vielleicht ließe sich dieses Problem mit einem zukünftigen Update lösen?Die Rechner-App ermöglicht eine punktgenaue Eingabe der Delay-Time. Ab Werk bringt das Layer Delayer-Pedal ansonsten 20 vorinstallierte Presets mit, die einen sehr guten Eindruck der Möglichkeiten des Pedals vermitteln und natürlich auch als Inspiration für eigene Presets dienen können. Wie klingt das Ibanez Layer Delayer mit Gitarre, Bass und Tasteninstrumenten?Nach diesen ersten, eher theoretischen Bestandsaufnahmen sollen ein paar abschließende Aufnahmen mit verschiedenen Instrumenten für noch tiefere Eindrücke sorgen. Dabei habe ich sowohl die Werk-Presets benutzt als auch eigene Presets erstellt und diese stellenweise mit einem zusätzlichen Reverb-Effekt versehen. Im ersten Beispiel bekommt ihr obendrein einen weiteren Eindruck vom Einfluss des Moog-Style-Filter. Audio SamplesHQHQUser-Preset (Polymoog)Factory-Preset B02 (E-Gitarre)Factory-Preset B04 (E-Gitarre)User-Preset (Fretless-Bass)