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Strategy warnt: Bitcoin minus 11,34 Prozent wird kritisch

Strategy hat eine neue Kennzahl veröffentlicht, die zeigen soll, ab welchem langfristigen Bitcoin-Verlauf die eigene Kapitalstruktur unter Druck geraten könnte. Konkret liegt der sogenannte BTC Floor ARR derzeit bei -11,34 % pro Jahr. Das bedeutet: Fiele Bitcoin über die modellierte Laufzeit der Verbindlichkeiten hinweg im Schnitt jedes Jahr in diesem Tempo oder stärker, könnte Strategy

Von @BasisBitcoin · · 3 min Lesezeit

Strategy warnt: Bitcoin minus 11,34 Prozent wird kritisch

Strategy hat eine neue Kennzahl veröffentlicht, die zeigen soll, ab welchem langfristigen Bitcoin-Verlauf die eigene Kapitalstruktur unter Druck geraten könnte. Konkret liegt der sogenannteBTC Floor ARRderzeit bei-11,34 % pro Jahr. Das bedeutet: FieleBitcoinüber die modellierte Laufzeit der Verbindlichkeiten hinweg im Schnitt jedes Jahr in diesem Tempo oder stärker, könnte Strategy laut eigener Definition gezwungen sein, über eineUmstrukturierungseiner Verpflichtungen nachzudenken. Was der BTC Floor ARR aussagtDie Kennzahl ist kein festerBitcoin-Kurs, bei dem automatisch etwas passiert. Sie beschreibt vielmehr ein Szenario über mehrere Jahre. Strategy berechnet, wie stark Bitcoin im Jahresdurchschnitt fallen könnte, ohne dass die Deckung der Verpflichtungen durch die Bitcoin-Reserven unter1,0xsinkt. Zum Stand vom 24. Juli um 15:35 Uhr BST lag die gewichtete Kreditlaufzeit bei5,79 Jahren. Für diesen Zeitraum ergab das Dashboard einen BTC Floor ARR von-11,34 %. Laut Strategy gilt:Unterhalb dieses Werts könnte das Unternehmen eine Restrukturierung seiner Verbindlichkeiten in Betracht ziehen. Wichtig ist dabei: Die Kennzahl istkeinAuslöser für eine automatische Liquidation, keinen Covenant-Bruch und auch keinen erzwungenen Bitcoin-Verkauf. Sie ist vielmehr ein unternehmenseigenes Stressmaß, das zeigen soll, wann die Kapitalstruktur unter den aktuellen Annahmen nicht mehr ausreichend gedeckt wäre. Die Zahlen hinter der SchwelleNach den zuletzt gemeldeten Daten hielt Strategy zum 20. Juli843. 775 BTC. Beim im Dashboard erfassten Bitcoin-Preis von63. 769 US-Dollarentsprach das einer Bitcoin-Reserve von rund53,807 Milliarden US-Dollar. Dem standen6,754 Milliarden US-Dollar Schuldenund eineUSD-Reserve von 3,225 Milliarden US-Dollargegenüber. Daraus ergibt sich nach Unternehmensdefinition eineNettoverschuldung von etwa 3,529 Milliarden US-Dollar. Hinzu kamen Vorzugsaktien mit einem Nominalwert von15,464 Milliarden US-Dollar. Zusammengenommen belaufen sich die in diesem Modell berücksichtigten Ansprüche damit auf rund18,993 Milliarden US-Dollar. Zusätzlich veranschlagt Strategy jährliche Zins- und Dividendenzahlungen auf Vorzugsaktien in Höhe von etwa1,763 Milliarden US-Dollar. Genau diese Verpflichtungen fließen in die Berechnung des Floor ARR ein. Je nachdem, wie sich Bitcoin-Kurs, Cash-Reserve oder Finanzierungsstruktur verändern, kann sich auch diese Schwelle laufend verschieben. Zwischen Überlebensschwelle und positiver RenditespanneNeben dem Floor ARR weist Strategy noch eine zweite Kennzahl aus: denBTC Hurdle ARR. Dieser lag zuletzt bei10,79 %. Nach Definition des Unternehmens ist das die Renditeschwelle, ab der Bitcoin eine positive Spanne gegenüber den Finanzierungskosten erwirtschaftet. Daraus ergeben sich drei Bereiche:Über 10,79 %:Bitcoin wächst stark genug, um die effektiven Kapitalkosten zu übertreffen. Für Strategy entsteht damit ein positiverSpread. Zwischen -11,34 % und 10,79 %:Die Verpflichtungen bleiben im Modell zwar noch gedeckt, aber Bitcoin liefert nicht genug Rendite, um die Finanzierungskosten vollständig zu schlagen. Unter -11,34 %:Die modellierte Deckung fällt unter 1,0x. In diesem Bereich könnte Strategy nach eigener Aussage über eine Restrukturierung nachdenken. Das zeigt: Selbst bei einem länger anhaltenden Bitcoin-Rückgang könnte die Struktur im Modell zunächst noch tragfähig bleiben. Gleichzeitig wäre das Geschäft in diesem Bereich aber bereits wirtschaftlich deutlich weniger attraktiv, weil die Rendite unter den Kapitalkosten liegt. Allerdings weist Strategy selbst auf Grenzen des Modells hin. So basieren die Berechnungen bei den Vorzugsaktien auf Nominalwerten. Mögliche Liquidationspräferenzen, Rückzahlungsbeträge über dem Nennwert, aufgelaufene Dividenden, Steuern, Transaktionskosten oder Marktfolgen größerer Bitcoin-Verkäufe sind nicht vollständig berücksichtigt. Auch mögliche Cross-Defaults, durch die Schulden früher fällig werden könnten, fließen nicht ein. Unterm Strich liefert Strategy damit keine automatische Krisenmarke, wohl aber einen neuen, öffentlich einsehbaren Stressindikator. Für Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil das Unternehmen nun klarer offenlegt, ab welchem langfristigen Bitcoin-Verlauf die eigene Finanzierungsstruktur aus Sicht des Managements kritisch werden könnte.

Quelle: bitcoinbasis.de

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