Strategy Aktie: 1,25 Milliarden Dollar Bitcoin-Verkauf geplant
Strategy gibt bisherige Halte-Strategie auf und erlaubt erstmals Bitcoin-Verkäufe. Analysten reagieren gespalten, die Aktie verliert deutlich an Wert. Heute, 06:36 Uhr3 Min. Lesezeit3 AufrufeDie wichtigsten. . .

Strategy gibt bisherige Halte-Strategie auf und erlaubt erstmals Bitcoin-Verkäufe. Analysten reagieren gespalten, die Aktie verliert deutlich an Wert. Heute, 06:36 Uhr3 Min. Lesezeit3 AufrufeDie wichtigsten Punkte im ÜberblickErstmals offizieller Bitcoin-Verkauf erlaubtAktienrückkauf bis zu einer Milliarde DollarNeue Dividendenpolitik für VorzugsaktienAnalysten uneins über neue StrategieStrategy hat seine jahrelange Haltestrategie aufgebrochen. Das Unternehmen, bekannt als größter Unternehmenshalter von Bitcoin weltweit, erlaubt sich ab sofort den Verkauf eines Teils seiner BTC-Bestände — und das erstmals offiziell. Vom reinen Sammler zum aktiven KapitalmanagerCEO Phong Le nennt es den Übergang von „einseitiger Kapitalausgabe“ zu „aktivem Kapitalmanagement“. Konkret: Der Vorstand hat am 29. Juni 2026 einen neuen Rahmen für digitales Kreditkapital verabschiedet. Dieser erlaubt den Rückkauf von bis zu einer Milliarde Dollar eigener Aktien sowie einer weiteren Milliarde Dollar an digitalen Kreditsicherheiten (STRC). Außerdem gilt ab dem 1. Juli 2026 ein angepasster Dividendensatz von 12,00 Prozent für die Vorzugsaktien. Flankiert wird das Programm durch eine neue Liquiditätspolitik. Strategy muss künftig eine Dollarreserve halten, die mindestens zwölf Monate an Dividenden und Zinszahlungen abdeckt. Zum 28. Juni 2026 lag diese Reserve bei 2,55 Milliarden Dollar — das entspricht rund 17,4 Monaten Deckung. Bitcoin verkaufen, um Bitcoin zu haltenDas Herzstück des neuen Rahmens ist das sogenannte BTC-Monetarisierungsprogramm. Strategy darf damit bis zu 1,25 Milliarden Dollar seiner Bitcoin-Bestände verkaufen. Das entspricht etwa 1,5 bis 2,5 Prozent des Gesamtbestands von 847. 363 BTC, die das Unternehmen zu einem Einstandspreis von rund 64,1 Milliarden Dollar erworben hat. Auf dem aktuellen Preisniveau von rund 58. 000 bis 59. 000 Dollar je Bitcoin steht Strategy vor einem Buchverlust von etwa 13,1 Milliarden Dollar. Die Liquidität aus Reserve und Verkaufsprogramm soll zusammen rund 25,9 Monate der jährlichen Finanzierungsverpflichtungen von 1,76 Milliarden Dollar abdecken. Analysten uneins, Aktie unter DruckDie Reaktion der Analysten fällt gespalten aus:Benchmarkbestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 570 Dollar und sieht den neuen Rahmen als Kurstreiber. TD Cowenbleibt bei Kaufen, senkt das Kursziel aber von 400 auf 260 Dollar — mit Verweis auf einen vorsichtigeren Bitcoin-Ausblick für 2026. Canaccord Genuityreduziert das Ziel auf 130 Dollar und warnt vor den Risiken des schuldenfinanzierten Modells in einem schwachen Bitcoin-Markt. Ripple-CEO Brad Garlinghouse zählt zu den schärfsten Kritikern. Er bezeichnet die Strategie als spekulativ und warnt, dass schuldenfinanziertes Engagement Kursverluste beim Basiswert stark verstärken kann. Die Aktie spiegelt diese Skepsis wider. Mit einem Schlusskurs von 76,05 Euro liegt sie knapp 6 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief vom 26. Juni 2026. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 43 Prozent verloren — und notiert rund 80 Prozent unter dem Allzeithoch von 391,80 Euro aus dem Juli 2025. Der RSI von 30,4 zeigt: Das Papier ist technisch überverkauft, aber eine Erholung hängt stark davon ab, wohin sich Bitcoin bewegt. AnzeigeStrategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 1. Juli liefert die Antwort:Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist. Strategy: Kaufen oder verkaufen?Hier weiterlesen. . . Schlagwörter:Diskussion zu StrategyFelix BaarzFelix Baarzist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog. In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen. Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil. Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten. Weitere Nachrichten zu Strategy