Stanford-Studie: Werden Bitcoin-Wetten gezielt manipuliert?
Eine Untersuchung der Stanford University hat auffällige Muster bei kurzfristigen Bitcoin-Wetten entdeckt. Die Ergebnisse legen mögliche Manipulationen nahe – und werfen Fragen zur Integrität solcher Märkte auf.
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Eine Untersuchung der Stanford University hat auffällige Muster bei kurzfristigen Bitcoin-Wetten entdeckt. Die Ergebnisse legen mögliche Manipulationen nahe – und werfen Fragen zur Integrität solcher Märkte auf. EineStudie von Forschern der Stanford Universitysieht Anzeichen für mögliche Manipulationen bei kurzfristigen Bitcoin-Wetten auf Polymarket. Untersucht wurden laut „Bloomberg“ rund zwei Monate von Fünf-Minuten-Kontrakten. Dem Papier zufolge bewegten einseitige Orders auf Binance den Bitcoin-Preis teils gezielt in den letzten Sekunden vor Ablauf. Die Autoren sprechen von einem vorübergehenden Schub, der den Kassapreis beeinflussen sollte. Besonders auffällig war das Muster dann, wenn schon kleine Kursbewegungen darüber entschieden, ob eine Wette auszahlt. Die Forscher argumentieren, dass Finanzwetten anfälliger sind als klassische Prognosemärkte, weil Teilnehmer den zugrunde liegenden Vermögenswert selbst handeln können. Polymarket weist den Vorwurf nicht direkt zurück, betont aber eigene Sicherungen. Nach Angaben von „Bloomberg“ nutzt die Plattform mehrere Preis-Orakel und will bestimmte Märkte im kommenden Jahr auf längere Abrechnungszeiträume umstellen. Das solle die Marktintegrität weiter stärken. Zahlen und FaktenRund 16. 000 Kontrakte wurden im Untersuchungszeitraum analysiertBinance stimmte in etwa 85 Prozent mit der finalen Richtung übereinVerdächtige Phasen traten überproportional nachts und am Wochenende aufMögliche Manipulatoren sollen etwa 8,2 Millionen US-Dollar verdient habenIn 15-Minuten-Märkten fanden Forscher deutlich weniger ähnliche MusterAutoren sehen Problem nicht nur bei PolymarketEinen direkten Beweis für Vorsatz oder eine Verbindung zwischen Binance-Tradern und profitierenden Polymarket-Wallets liefert das Papier nicht. Es zeigt jedoch laut „Bloomberg“ ein Muster, das mit Manipulation vereinbar ist. Ein Binance-Sprecher erklärte, die Börse überwache den Handel robust, könne aber nicht kontrollieren, wie externe Plattformen ihre Orakel und Abrechnungsmethoden gestalten. Die Autoren sehen das Problem nicht nur bei Polymarket. Ihrer Einschätzung nach könnten auch andere Märkte mit handelbaren Basiswerten betroffen sein.