„Sichere" Cold Wallet ausgeraubt: Hacker erbeuten 1367 Bitcoin durch vorhersagbare Passwörter
Eine fünf Jahre alte Firmware-Schwachstelle in Coldcard-Wallets von Coinkite machte Tausende Bitcoin-Wallets verwundbar. Hacker nutzten vorhersehbare Seed-Phrases aus und erbeuteten Kryptowährungen im Wert von rund 86 Millionen Dollar.

HomeNewsNew FinanceVerpasse keine News mehr!Der Fall Coinkite erschüttert das Vertrauen in Hardware-Wallets: Eine unentdeckte Firmware-Schwachstelle bei Coinkite ermöglichte Angreifern den Zugriff auf Tausende Wallets. AnzeigeColdcard-Wallets gehackt: Alte Coinkite-Firmware macht Bitcoin-Seed-Phrases angreifbar (Bild: tete_escape/Shutterstock)Eigentlich gelten „Cold Wallets“ als besonders sicherer Aufbewahrungsort für Kryptowährungen. Doch nun ist es Hackern gelungen, eine „kalte“ Bitcoin-Wallet des kanadischen Unternehmens Coinkite auszurauben. Dabei haben sie sich eine Software-Schwachstelle zunutze gemacht. AnzeigeBereits in der vergangenen Woche wurden Nutzer:innen über die Sicherheitslücke der Coldcard-Geräte informiert. Laut Angaben der AnalysefirmaGalaxy Researcherbeuteten die Hacker bis Montag rund 1367 Bitcoin im Wert von etwa 86 Millionen Dollar (75 Millionen Euro) aus mehr als 4500 Wallets. Möglich war der Hack durch eine fünf Jahre alte Sicherheitslücke in der Firmware des Wallet-Anbieters Coinkite. AnzeigeAuch Cold Wallets sind angreifbarAufgefallen war der Hack zunächst durch Beschwerden einzelner Nutzer:innen. Eine Analyse der Sicherheitsexperten von Block Inc. zeigt dann, dass Coinkite sich bereits 2021 bei einer Umstellung seiner Wallet-Firmware eine Sicherheitslücke einfing, durch die die bei den Coldcard-Wallets generierten Seed-Phrases leichter zu hacken waren. Top-Artikel${content}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}Cold Wallets sind eine beliebte Methode der Selbstverwahrung von Kryptowährungen. Bei den Hardware-Wallets werden die Schlüssel zu den Token offline aufbewahrt. Sie gelten daher als sicherer als Hot Wallets, die immer mit dem Netz verbunden sind und Hackern so leichter eine Angriffsfläche bieten. Empfohlene redaktionelle InhalteHier findest du externe Inhalte vonTargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n. de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte vonTargetVideo GmbHauf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden. Hinweis zum DatenschutzDer Softwarefehler bei Coinkite führte aber dazu, dass die erzeugte „Seed Phrase“ vorhersagbar wurde. Dabei handelt es sich um eine lange Folge von Wörtern, die Zugriff auf ein Wallet gewährt. Sie soll eigentlich zufällig erzeugt werden. Doch durch die Sicherheitslücke ließen sich die erzeugten Seed-Phrases leicht erraten, da sie teils anhand deterministischer Werte wie der Seriennummer des Geräts erzeugt wurden. So konnten die Angreifer:innen die Schlüssel systematisch neu berechnen und die Wallets der Nutzer:innen leer räumen. AnzeigeMittlerweile ist der Softwarefehler zwar behoben. DochCoinkite weist darauf hin, dass die mit der alten Softwareversion erstellten Seed-Phrases dauerhaft unsicher bleiben. Nutzer:innen sollten daher nicht nur die Coldcard-Firmware aktualisieren, sondern auch eine neue Seed-Phrase generieren und ihre Bitcoin-Bestände umziehen. Der Vorfall entlarve den Irrglauben, dass Kryptowährungen automatisch sicher sind, wenn sie offline gespeichert werden, sagte Aneirin Flynn, Geschäftsführer des Cybersicherheitsunternehmens Failsafe gegenüberBloomberg. „Das Gerät erzeugt letztlich nur Ihre Passwörter. Wenn die zugrunde liegende Mathematik fehlerhaft ist, können diese Passwörter rekonstruiert werden. “Startseite