Islamisches Gutachten stellt Bitcoin infrage
Ein islamisches Rechtsgutachten erkennt Kryptowährungen derzeit nicht als zulässiges Vermögen an. Trotzdem hält Pakistan an seinen Krypto-Plänen fest – und setzt nun auf eine differenzierte Bewertung.
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Ein islamisches Rechtsgutachten erkennt Kryptowährungen derzeit nicht als zulässiges Vermögen an. Trotzdem hält Pakistan an seinen Krypto-Plänen fest – und setzt nun auf eine differenzierte Bewertung. Pakistans Regulierungsbehörde für virtuelle Vermögenswerte hat um eine genauere Einordnung digitaler Anlagen gebeten. Auslöser ist ein Rechtsgutachten der Jamia Darul Uloom Karachi. Die islamische Lehranstalt entschied im Juni, dassKryptowährungenderzeit nicht als Vermögen im Sinne des islamischen Rechts und deshalb auch nicht als zulässiges Zahlungsmittel gelten. Wie „Reuters“ berichtet, bat die Behörde um eine Klarstellung, die zwischen spekulativen Kryptowährungen und vermögensgedecktendigitalen Tokenunterscheidet. Behördenchef Bilal bin Saqib erklärte, digitale Vermögenswerte müssten einzeln und nicht als einheitliche Anlageklasse geprüft werden. Rein spekulative Token sollen gesondert betrachtet werdenDie zentrale Frage sei, ob Kryptowährungen nach islamischem Recht als anerkanntes Vermögen gelten. Blockchainbasierte Sukuk (Anleihen) stünden für Eigentum an realen, ertragbringenden Vermögenswerten. Goldgedeckte Token und vollständig besicherte Stablecoins vermittelten wiederum einen durchsetzbaren Anspruch auf etwas Greifbares und Einlösbares. Rein spekulative Token ohne zugrunde liegenden Vermögenswert seien dagegen gesondert zu betrachten. Die Bedenken der Religionsgelehrten müssten hier ernst genommen werden. Das Wichtigste in KürzeFatwa erkennt Kryptowährungen derzeit nicht als zulässiges Zahlungsmittel anBedenken richten sich besonders gegen spekulative Token ohne BasiswertGoldgedeckte Token und vollständig besicherte Stablecoins sollen gesondert geprüft werdenLizenzen für Kryptobörsen werden in den kommenden Monaten erwartetHandelsvolumen laut einem Analysten bislang offenbar unbeeinflusstRegierung in Pakistan hält an digitalen Finanzplänen festDie pakistanische Regierung will die große Kryptonachfrage im Land weiterhin in ein reguliertes System überführen. Islamabad prüft tokenisierte staatliche Vermögenswerte und bereitet Lizenzen für Kryptobörsen vor, die voraussichtlich in den kommenden Monaten erteilt werden. bin Saqib sagte „Reuters“, Pakistan werde beim Aufbau seines Lizenzrahmens sowie bei der Arbeit an Stablecoins und der Tokenisierung realer Vermögenswerte eng mit Religionsgelehrten zusammenarbeiten. Das Land habe die Chance, bei schariakonformen digitalen Finanzprodukten weltweit eine führende Rolle einzunehmen.