KryptoEcho

Ende der Haltefrist: Was Klingbeils Steuerreform für deine Bitcoin-Gewinne bedeutet

Berlin plant die Reform der Besteuerung von Kryptowährungen. Gewinne sollen künftig wie Kapitalerträge behandelt werden. Für Anleger:innen wird das teurer. Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 enthält eine schlechte Nachricht für Kryptoanleger:innen. Denn Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die Besteuerung von Kryptowerten zu reformieren, um mehr Geld für den Staatshaushalt zu erzielen. Kryptowerte sollen künftig […]

Von Ulrike Barth · · 3 min Lesezeit

Ende der Haltefrist: Was Klingbeils Steuerreform für deine Bitcoin-Gewinne bedeutet

Verpasse keine News mehr!Berlin plant die Reform der Besteuerung von Kryptowährungen. Gewinne sollen künftig wie Kapitalerträge behandelt werden. Für Anleger:innen wird das teurer. Die Bunderegierung plant die Reform der Kryptobesteuerung. (Foto: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck)Der Regierungsentwurf für den Haushalt 2027 enthält eine schlechte Nachricht für Kryptoanleger:innen. Denn Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, die Besteuerung von Kryptowerten zu reformieren, um mehr Geld für den Staatshaushalt zu erzielen. AnzeigeKryptowerte sollen künftig wie Kapitalerträge besteuert werden. Bisher gelten sie als “andere Wirtschaftsgüter” und unterliegen einer anderen Besteuerung. „Wer mit Kryptowerten Gewinne erzielt, soll künftig ebenso seinen Beitrag zur Finanzierung des Gemeinwohls leisten wie derjenige, der seinen Arbeitslohn oder Aktienerträge versteuert“, heißt es dazu im Entwurf der Bundesregierung. Bitcoin-Haltefrist soll fallenDas bedeutet, Anleger:innen müssten künftig auf Kryptogewinne pauschal 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag zahlen. Hinzu kommt eventuell noch die Kirchensteuer. AnzeigeTop-Artikel${content}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}${custom_anzeige-badge}${custom_tr-badge}${section}${title}Aktuell gilt eine Haltefrist von einem Jahr, nach der Gewinne, die sich aus dem Verkauf oder Tausch von Kryptowährungen ergeben, komplett steuerfrei sind, und zwar unabhängig von der Höhe des Gewinns. Werden Kryptowährungen vor Ende der Haltefrist verkauft, wird dagegen der individuelle Einkommensteuersatz fällig, der bei bis zu 42 Prozent liegen kann. Die Pläne gehören zu einem größeren Reformpaket, das auch den Abbau von Finanzhilfen und Steuervergünstigungen sowie den Kampf gegen Finanz- und Steuerkriminalität umfasst. So sollen im Bundeshaushalt 2027 rund 6,2 Milliarden Euro frei werden. Empfohlene redaktionelle InhalteHier findest du externe Inhalte vonTargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n. de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte vonTargetVideo GmbHauf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden. Hinweis zum DatenschutzBitcoin-Pläne stoßen auf KritikDass die Bundesregierung die Haltefrist für Kryptowährungen abschaffen will,ist seit April bekannt, als Klingbeil ein erstes Eckpunktepapier zur Haushalts- und Finanzplanung bis 2030 vorlegte. Die Reform ist aber noch nicht beschlossen. Der Kabinettsbeschluss muss noch Bundestag und Bundesrat passieren. In der Branche regt sich Widerstand gegen die Abschaffung der Haltefrist. Eine Initiativehat zum öffentlichen Protest gegen die Pläne aufgerufen. Branchenverbände wie der Bundesblock warnen vor Kapitalflucht, Innovationsverlust und einer Schwächung des Standorts Deutschland für Krypto-Unternehmen. AnzeigeOb die neuen Regeln auch für Anleger:innen gelten werden, die bereits Kryptowährungen besitzen, ist allerdings offen. Denkbar wäre auch eine Sonderregelung für Bestandsinvestor:innen. In Österreich etwa blieben Anleger:innen, die vor der Reform 2022 Kryptowährungen hielten, von der neuen Steuer verschont. Dort waren Gewinne zuvor ebenfalls nach einem Jahr steuerfrei. Für Neuinvestitionen gilt nun ein Steuersatz von 27,5 Prozent.

Quelle: technologyreview.de

Mehr zu Bitcoin