Coldcard-Hacker bewegt erstmals 1,94 Millionen Dollar in gestohlenen Bitcoin – droht ein Verkauf?
On-Chain-Analyse warnt vor möglichem VerkaufVor der jüngsten Transaktion hatte Galaxy Research festgestellt, dass rund 90 Prozent der gestohlenenBitcoin noch unangetastetin den ursprünglichen Empfangswallets. . .

On-Chain-Analyse warnt vor möglichem VerkaufVor der jüngsten Transaktion hatte Galaxy Research festgestellt, dass rund 90 Prozent der gestohlenenBitcoin noch unangetastetin den ursprünglichen Empfangswallets lagen. Die Bewegung der 30,185 Bitcoin gilt bei On-Chain-Analysten als mögliches frühes Zeichen eines bevorstehenden Verkaufsversuchs. Angreifer, die gestohlene Krypto-Assets in Fiat-Währung oder andere Vermögenswerte umwandeln möchten, verteilen Mittel typischerweise zunächst auf mehrere Zwischenwallets, bevor sie eine Börse nutzen. Der Transfer allein belegt jedoch noch keine Verkaufsabsicht. Galaxy Research hatte in seiner Analyse drei bestätigte Angriffswellen identifiziert, bei denen insgesamt 1. 596 Bitcoin aus rund 7. 300 Adressen abgezogen wurden. Eine vermutete vierte Welle könnte die Gesamtsumme auf etwa 2. 055 Bitcoin erhöhen. Da Bitcoin-Transaktionen öffentlich auf derBlockchain einsehbarsind, können identifizierte Angreifer-Adressen kontinuierlich beobachtet werden. Die nächste entscheidende Frage ist nun, ob die neu empfangenen 30,185 Bitcoin erneut bewegt werden. Firmware-Schwachstelle ermöglichte den AngriffDer Hack geht auf eine Sicherheitslücke in der Firmware von Coldcard-Hardware-Wallets des Torontoer Unternehmens Coinkite zurück. Laut Coinkite verwendete betroffene Firmware ab März 2021 beim Erzeugen vonWallet-Seeds einen deterministischen Pseudo-Zufallsgenerator anstelledes vorgesehenen hardware-gestützten echten Zufallsgenerators. Dieser Fehler ermöglichte es Angreifern, Seed-Phrasen oder private Schlüssel zu rekonstruieren, ohne die physischen Geräte in Besitz zu nehmen. Seed-Phrasen fungieren als Hauptschlüssel, mit dem Bitcoin-Transaktionen autorisiert werden. Coinkite hat Firmware-Updates veröffentlicht und empfiehlt Nutzern, die Seeds auf betroffenen Geräten generiert haben, ihre Mittel unverzüglich auf sichere Adressen mit neuen Seeds zu übertragen. Bestehende Seed-Phrasen, die auf anfälliger Firmware erzeugt wurden, gelten weiterhin als gefährdet und sollten ersetzt werden. Behörden und Börsen wurden informiertGalaxy Research teilte mit, dass Details der laufenden Untersuchung, darunter identifizierte Angreifer- und Opfer-Adressen, bereits mit US-amerikanischen Strafverfolgungsbehörden, Kryptobörsen und spezialisierten Cyber-Ermittlungsgruppen geteilt wurden. Das Unternehmen betonte, dass die Identifizierung weiterer Angreifer-Adressen weiterhin von zentraler Bedeutung sei, um diese den zuständigen Behörden melden zu können. Ob auf den jüngsten Transfer weitere Schritte folgen, bleibt abzuwarten. Beobachter verfolgen die betroffenen Wallets weiterhin in Echtzeit. Felix VaiderFelix Vaider analysiert den Kryptomarkt und erklärt, wie Kursbewegungen, Handelsstrategien und makroökonomische Faktoren den Markt beeinflussen. Er hat Erfahrung im Finanzwesen und algorithmischen Handel. Seine Artikel liefern datenbasierte Einblicke für Anleger, die Bitcoin, Altcoins und Marktdynamiken verstehen wollen.