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Bitcoin: Kann der Kurs so stark steigen wie früher? Profi wird deutlich

KI-Stimme. InfoBitcoin hat Anlegern in der Vergangenheit Kurssprünge beschert, die kaum eine andere Anlageklasse erreicht hat. Doch genau darin liegt heute die entscheidende Frage: Kann sich eine solche. . .

Von @morgenpost · · 8 min Lesezeit

Bitcoin: Kann der Kurs so stark steigen wie früher? Profi wird deutlich

KI-Stimme. InfoBitcoin hat Anlegern in der Vergangenheit Kurssprünge beschert, die kaum eine andere Anlageklasse erreicht hat. Doch genau darin liegt heute die entscheidende Frage: Kann sich eine solche Entwicklung noch einmal wiederholen, obwohlBitcoinlängst kein Nischenprojekt mehr ist? Profis sehen weiteres Potenzial, nennen aber eine klare Hürde für Kursfantasien wie früher. Der wichtigste Grund dafür ist die Größe des Marktes. Roman Reher, Betreiber des Bitcoin-Bildungskanals Blocktrainer, bringt das Problem auf den Punkt: „Wachstumsraten wie in der Anfangszeitsind wohl allein aufgrund der schieren Größe des Assets nicht mehr möglich. Würde man die damaligen Renditen weiter in die Zukunft extrapolieren, so würde Bitcoin in wenigen Jahrzehnten das gesamte Weltvermögen übersteigen. “ Tatsächlich steigen die Anforderungen mit jedem Kursanstieg. Als Bitcoin noch wenige Millionen Dollar wert war, konnten vergleichsweise kleine Kapitalzuflüsse enorme Kursbewegungen auslösen. Heute bewegt sich die Marktkapitalisierung im Billionen-Bereich. Zur Einordnung: Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 60. 000 US-Dollar liegt die Marktkapitalisierung im August 2026 bei etwa 1,2 Billionen US-Dollar. Eine Verzwanzigfachung des Kurses würde Bitcoin in die Größenordnung des globalen Goldmarktes vorstoßen lassen. Für weitere Kurssteigerungen wären entsprechend große Kapitalzuflüsse erforderlich. Die Anzahl von Bitcoin ist begrenzt, was den Wert perspektivisch antreiben könnte. © Shutterstock / DUSAN ZIDAR | Dusan ZidarDas bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Wachstumspotenzial ausgeschöpft ist. „SelbstGoldkonnte als viel größeres Asset in den vergangenen Jahren deutlich an Marktwert zulegen“, sagt Reher. Bitcoin sei trotz seines starken Anstiegs noch immer deutlich kleiner als einzelne Technologiekonzerne wie Meta oder Microsoft – und habe daher grundsätzlich weiteres Wachstumspotenzial. Spannend dazu:Eine Studie berechnet mehrere Szenarien für den Bitcoin-Kurs 2030. Bitcoin-Markt: Institutionelle Anleger und ETFs treiben Wachstum voranDer Bitcoin-Markt hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Während die Kryptowährung lange Zeit vor allem von Privatanlegern geprägt wurde, spielen heute Vermögensverwalter, Hedgefonds, Family Offices und börsennotierte Unternehmen eine deutlich größere Rolle. Einen wichtigen Schub brachte die Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs in den USA, die institutionellen Investoren den Zugang erheblich erleichtert hat. Dadurch fließen zunehmend professionelle Kapitalströme in den Markt. Auch auf Unternehmensebene wächst das Interesse. Immer mehr börsennotierte Gesellschaften halten Bitcoin als strategische Reserve in ihrer Bilanz. Damit entsteht eine zusätzliche Nachfragequelle, die in früheren Marktzyklen kaum existierte. Gleichzeitig bauen Banken, Broker und Vermögensverwalter ihre Angebote rund um digitale Vermögenswerte aus und erleichtern damit den Zugang für neue Anlegergruppen. >> Sie wollen Bitcoin kaufen? Unsere Ratgeber erklären, worauf Sie beiTrade RepublicundScalable Capitalachten sollten. <<Profis sehen weiteres Wachstumspotential für Bitcoin – dennoch gibt es Grenzen. © Getty Images | ArtistGNDphotographyFür Marktanalyst Timo Emden, Gründer von Emden Research, zählt diese Entwicklung zu den wichtigsten Treibern der aktuellen Marktphase. „Bitcoin wird heute stärker von denselben Faktoren beeinflusst wie andere Risikoanlagen. Zinspolitik, Liquidität, Inflationserwartungen und geopolitische Entwicklungen spielen eine größere Rolle als noch vor einigen Jahren“, sagt Emden. Steigende Zinsen entziehen den Märkten Kapital und belasten häufig auch Kryptowährungen. Sinkende Zinsen und eine höhere Risikobereitschaft der Anleger wirken dagegen meist unterstützend. AnzeigeNiedrige GebührenEtoro: Krypto übertragen, 5 % in Aktien erhaltenInternationaler Broker, bei dem mehr als 150 Kryptowährungen handelbar sind. Die Transaktionskosten liegen je nach Depotvolumen zwischen 0,1 und 1,0 Prozent. Zusätzlichen Rückenwind könnte eine Fortsetzung der kryptofreundlichen Politik in den USA liefern. Viele Marktteilnehmer hoffen auf weitere regulatorische Klarheit und eine stärkere Integration digitaler Vermögenswerte in das traditionelle Finanzsystem. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte Bitcoin zunehmend vom Nischeninvestment zu einem festen Bestandteil globaler Kapitalmärkte werden. Bitcoin: Knappes Angebot sorgt für langfristigen PreisanstiegEin zentraler Bestandteil der Bitcoin-These bleibt die begrenzte Menge. Anders als beiAktien, Gold oder klassischen Währungen ist das Angebot bei Bitcoin technisch auf maximal 21 Millionen Einheiten begrenzt – fest im Programmcode verankert und nicht veränderbar. Davon sind bereits mehr als 20 Millionen im Umlauf. Neue Bitcoin entstehen ausschließlich durch das sogenannte Mining, also den rechenintensiven Prozess, durch den die Blockchain fortgeschrieben wird. Und auch dieser Zufluss wird in etwa alle vier Jahre automatisch halbiert – zuletzt im April 2024. Aus Sicht vieler Befürworter entsteht daraus ein langfristiger Preistreiber. „Während Unternehmen neue Aktien ausgeben oder Rohstoffproduzenten ihre Förderung ausweiten können, bleibt das Bitcoin-Angebot unabhängig vom Preis begrenzt“, sagt Reher. „Das Knappheitsversprechen von Bitcoin ist einzigartig. “ Steigt die Nachfrage durch neue Anleger, Unternehmen oder institutionelle Investoren, kann das Angebot nicht entsprechend mitwachsen. Nach den Regeln von Angebot und Nachfrage müsste sich der Preis daher nach oben anpassen. Roman Reher ist Gründer der Bitcoin-Bildungsplattform Blocktrainer und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den technischen und ökonomischen Grundlagen von Bitcoin. © Inka Bäthge Photography | Inka Bäthge PhotographyHinzu kommt eine geopolitische Komponente. In einer Welt zunehmender Handelskonflikte, Sanktionen und eingefrorener Auslandsreserven gewinnt für manche Staaten die Frage nach politisch neutralen Reservewerten an Bedeutung. Experten sehen Bitcoin deshalb nicht nur als Anlageobjekt, sondern langfristig auch als möglichen Baustein staatlicher Reservestrategien. Reher geht davon aus, dass die staatliche Adoption erst am Anfang steht. „Die Adoption steckt trotz Spot-ETFs und strategischen Bitcoin-Reserven erst in den Kinderschuhen“, sagt er. Sollte der Wettlauf von Staaten um Bitcoin an Dynamik gewinnen oder das Vertrauen in bestehende Währungssysteme sinken, könnte dies die Nachfrage zusätzlich erhöhen. Viele Marktteilnehmer sehen Bitcoin deshalb weniger als Zahlungsmittel für den Alltag, sondern als eine Art digitales Gold – einen knappen Vermögenswert, der unabhängig von einzelnen Staaten existiert. Bitcoin: Was gegen weiteres starkes Wachstum sprichtGleichzeitig gibt es gute Gründe für Vorsicht. Je größer ein Markt wird, desto mehr Kapital ist erforderlich, um weitere Kursanstiege zu erzeugen. Heute ist Bitcoin ein global beobachteter Vermögenswert, der rund um die Uhr gehandelt wird. Informationen verbreiten sich schneller, Marktineffizienzen werden rascher ausgeglichen und professionelle Investoren reagieren deutlich früher auf neue Entwicklungen. Die außergewöhnlichen Renditen der Vergangenheit lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres in die Zukunft fortschreiben. Auch die Kursentwicklung der vergangenen Monate zeigt, dass Bitcoin keineswegs nur eine Einbahnstraße nach oben ist. Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 verlor die Kryptowährung zeitweise mehr als 40 Prozent an Wert. Die Schwankungsanfälligkeit bleibt damit deutlich höher als bei etablierten Anlageklassen. Selbst langfristig überzeugte Investoren müssen regelmäßig Phasen erheblicher Kursverluste aushalten. Aktien, Immobilien und andere Investments sind grundsätzlich mit einem Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Ebenso können Kredite eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen. Verbraucher sollten ihre finanzielle Situation sorgfältig prüfen und alle Kosten gründlich durchrechnen. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten und ersetzen keine fachliche Beratung. „Bitcoin ist heute deutlich stärker in die globalen Finanzmärkte eingebunden als noch vor einigen Jahren“, sagt Emden. „Steigende Zinsen, eine schwächere Konjunktur oder sinkende Risikobereitschaft der Anleger können daher auch den Kryptomarkt belasten. Zu den möglicherweise unterschätzten Risiken zählen zudem plötzliche Liquiditätsengpässe in Stressphasen, die starke Hebelung im Derivatemarkt sowie unerwartete regulatorische Eingriffe großer Volkswirtschaften. “Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist der Wettbewerb um Kapital. Anleger können ihr Geld heute in zahlreiche Wachstumsfelder investieren. Anders als in früheren Marktzyklen konkurriert Bitcoin damit nicht nur mit anderen Kryptowährungen, sondern mit nahezu allen Anlageklassen um die Aufmerksamkeit und das Kapital der Investoren. Kryptowährung: Die Adoption könnte erst am Anfang stehenTrotz ETF-Zulassungen, milliardenschwerer Fonds und wachsender politischer Aufmerksamkeit ist Bitcoin gemessen am globalen Finanzsystem noch immer vergleichsweise jung. Aktien-, Anleihe-,Immobilien- und Goldmärkte sind um ein Vielfaches größer. Schon eine kleine Verschiebung institutioneller Portfolios in Richtung Bitcoin könnte daher erhebliche Kapitalströme auslösen. „Eine neue Technologie braucht immer Zeit, um von der breiten Bevölkerung verstanden zu werden“, sagt Reher. „Aber je länger Bitcoin nicht ‚gestorben‘ ist, desto sicherer können sich die Menschen sein, dass es nie wieder verschwinden wird. “AnzeigeNiedrige GebührenBroker für Aktien und KryptoKostenfreies Depot möglichKauf und Verkauf von Aktien/ETFs ab 1 €2,25 % Zinsen auf das Cash-GuthabenKostenlose Visa-Karte mit SavebackGebührenfreie SparpläneWenige OrdertypenTatsächlich hat Bitcoin in den vergangenen Jahren zahlreiche Krisen überstanden: Verbote, Börsenpleiten, regulatorische Eingriffe und mehrere Kurseinbrüche von mehr als 70 Prozent. Dennoch ist das Netzwerk weitergelaufen, die Infrastruktur professioneller geworden und das Interesse großer Finanzakteure gestiegen. Für Befürworter ist genau diese Widerstandsfähigkeit ein zentrales Argument: Jede überstandene Krise erhöht aus ihrer Sicht die Glaubwürdigkeit des Systems. Timo Emden ist Marktanalyst und zertifizierter Blockchain-Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Seit über 14 Jahren widmet er sich den globalen Finanzmärkten, mit dem Schwerpunkt auf Crypto Assets. © Emden Research GmbH | Emden Research GmbHEntsprechend mangelt es nicht anoptimistischen Bitcoin-Prognosen. Einige Investoren und Analysten halten langfristig sogar einen Bitcoin-Kurs von einer Million US-Dollar für möglich. Damit müsste Bitcoin in die Größenordnung des Goldmarkts aufsteigen oder diesen sogar übertreffen – je nachdem, wie sich das Edelmetall von hier aus weiterentwickelt. Kritiker halten dieses Szenario zwar für theoretisch möglich, aber für äußerst anspruchsvoll. Solche Modelle setzen voraus, dass Pensionsfonds, Versicherungen, Unternehmen und möglicherweise Staaten dauerhaft große Summen in Bitcoin investieren. Fest steht: Kryptowährungen lassen keine verlässlichen Prognosen zu. „Die Entwicklung digitaler Vermögenswerte ist immer mit erheblichen Risiken verbunden und dürfte von einer Vielzahl von Faktoren abhängen, darunter institutionelle Nachfrage, regulatorische Rahmenbedingungen und die allgemeine Marktakzeptanz“, sagt Emden. Entscheidender als einzelne Kursziele ist daher die Frage, ob sich Bitcoin langfristig als eigenständige Anlageklasse neben Gold, Aktien und Anleihen etabliert. Gelingt das, dürfte auch seine Bedeutung für das globale Finanzsystem weiter wachsen. Interview mit Roman Reher von Blocktrainer im Juli 2026. Interview mit Timo Emden von Emden Research im Juli 2026.

Quelle: morgenpost.de

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