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Bitcoin im Bärenmarkt: Wo bleibt die Altcoin-Rallye?

Altcoin-Verkäufe auf Fünfjahreshoch“ – das Thema wurde auf der PlattformCoinmarketcap. comkürzlich heiß diskutiert. Seit 13 bis 15 Monaten gibt es bei Kryptowerten abseits von Bitcoin und Ethereum einen. . .

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Bitcoin im Bärenmarkt: Wo bleibt die Altcoin-Rallye?

Altcoin-Verkäufe auf Fünfjahreshoch“ – das Thema wurde auf der PlattformCoinmarketcap. comkürzlich heiß diskutiert. Seit 13 bis 15 Monaten gibt es bei Kryptowerten abseits von Bitcoin und Ethereum einen massiven Nettoverkaufsüberschuss. Das bedeutet: Es gibt auf den Börsen und Handelsplattformen mehr aktive Verkäufer, die passiven Käufern entgegenkommen müssen, als umgekehrt. Doch gilt das nicht für alle Krypto-Werte. Einige wenige konnten seit Jahresbeginn kräftig steigen. Welche sind es, und können sie Bitcoin Konkurrenz machen?Nun waren die letzten Monate auch für Bitcoin nicht erfreulich, dort gab es aber immer wieder auch Phasen, in denen die aktiven Käufer überwogen. Zudem ist die Bitcoin-Dominanz (Anteil von Bitcoin an allen Krypto-Assets) schon seit Anfang 2024 nicht mehr unter 50 Prozent gefallen. In früheren Zyklen (2017/2018, 2021/2022) folgte auf den Bitcoin-Höhenflug stets eine „Altcoin-Rallye“, in der die anderen Werte massiv aufholten. So etwas scheint es diesmal nicht zu geben. Mehr dazuNun verwahren sich viele Krypto-Experten ohnehin gegen den Begriff „Altcoin“, der suggeriert, dass es sich um Alternativen zu Bitcoin handeln würde. Die meisten Kryptoprojekte seien nämlich gar keine Konkurrenten zu Bitcoin, dem digitalen Wertspeicher und dezentralen Zahlungssystem. Tatsächlich handelt es sich um völlig unterschiedliche Dinge. „Bitcoin ist digitales Gold, und der Rest ist so etwas wie eine dezentralisierte Nasdaq-Börse“, heißt es auf der Website des Wiener Research- und Investmentunternehmens Fountainhead Digital, das auf digitale Vermögenswerte spezialisiert ist. Krypto-Assets sind demnach eine Mischung zwischen Aktien (sie bieten Wertsteigerung, Rendite und Mitspracherechte) und Rohstoffen (sie sind für das Funktionieren dezentraler Produkte und Dienstleistungen unverzichtbar). Wozu braucht man Coins?So ist etwa ETH der native Token der Ethereum-Plattform. Man braucht ihn, um etwa Smart Contracts (selbstausführende Programme, die automatisch Aktionen ausführen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind) auf der Ethereum-Plattform abschließen zu können. Wenn die Plattform stärker genutzt wird, wächst auch der Bedarf an ETH. Natürlich kann man ETH auch an Kryptobörsen handeln. Hyperliquid, MemeCore, NearHeuer ist ETH stärker gefallen als Bitcoin (minus 27 Prozent). Das trifft auch auf andere Top-Ten-Kryptowerte zu, etwa den BNB-Token der Plattform Binance, XRP (Ripple) oder Solana. Doch gibt es überhaupt große Kryptowerte, die heuer gestiegen sind? Die gibt es. So hat sich der KI-Coin von Venice seit Jahresbeginn fast verzehnfacht. Man kann ihn nutzen, um die unzensierten Bild- und Textgeneratoren von Venice zu verwenden, die entsprechende Rechenleistung zu vermieten oder neue Token zu erhalten. Allerdings ist Venice unter den Kryptowerten mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt 700 Millionen Dollar ein relativ kleiner Wert. Bitcoin & BlockchainIn der Kolumne „Bitcoin & Blockchain“ geht es um technologische, rechtliche und finanzielle Entwicklungen im Bitcoin-Markt sowie die Geschichte des dezentralen digitalen Zahlungssystems. Doch gibt es auch unter den milliardenschweren Krypto-Assets solche, die seit Jahresbeginn kräftig gestiegen sind. Eines davon ist Hyperliquid mit einem Marktwert von 17 Milliarden Dollar. Hyperliquid ist eine dezentrale Börse, an der man Derivate handeln kann. Bezahlt wird dort mit dem Stablecoin USDC. Der native Token heißt aber „Hype“. Wer auf der Plattform eine Anwendung aufsetzen will, benötigt den Hype-Token. Man kann die Coins auch „staken“, also auf der Plattform sperren, um das Netzwerk zu sichern und neue Coins als Belohnung zu erhalten. Ein Großteil der Handelsgebühren wird für den automatischen Rückkauf und das Verbrennen von Hype-Token genutzt. Der Preis hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Plattform für Meme-CoinsMemeCore ist um 90 Prozent gestiegen und bringt es nun auf einen Gesamtwert von 3,8 Milliarden Dollar. Die Plattform wurde speziell für Meme-Coins entwickelt. Ein Meme-Coin hat keinen wirklichen Nutzen, man erwirbt ihn, um ein Statement zu setzen oder bei einem Hype einfach dabeizusein. Der größte Meme-Coin ist der zeitweise von Elon Musk hochgepushte Token Dogecoin mit einem Marktwert von 14 Milliarden Dollar. Shiba Inu (benannt nach einer Hunderasse) und Official Trump folgen mit großem Abstand. Während solche Tokens häufig auf der Ethereum- oder Solana-Blockchain laufen, können nun Nutzer auf der MemeCore-Plattform eigene Meme-Token erstellen oder die Coins „staken“. Auch Near zählt zu den großen Krypto-Werten, die heuer stark steigen konnten. Near ist eine Layer-1-Blockchain, auf die man dezentrale Anwendungen aufsetzen kann, und steht somit in Konkurrenz zu Ethereum oder Solana. Near gilt als sehr benutzerfreundlich, die Zielgruppe sind DeFi-Entwickler (sie ermöglichen dezentrale Finanzgeschäfte) oder Entwickler von Web3-Games. Mehr dazuZcash profitiert vom wachsenden Interesse an Privatsphäre. Seit einem Jahr hat sich der Wert des digitalen Geldes mehr als verzehnfacht, heuer hat er leicht nachgegeben. Zcash ist als Fork (Abspaltung) von Bitcoin gestartet und hat sehr starke Privatsphäre-Features. So ist es bei Zcash möglich, Absender, Empfänger und Betrag komplett zu verbergen (bei Bitcoin sind die Daten in der Blockchain in pseudonymer Form öffentlich einsehbar). Wie Bitcoin basiert Zcash auf Proof-of-Work (man muss Energie aufwenden, um es zu erzeugen) und hat ein maximales Angebot von 21 Millionen. Bitcoin dominiert trotzdemIst es ein Konkurrent von Bitcoin? Kaum. Das Netzwerk sowie die Energie, die zu seiner Sicherung aufgewendet werden, sind winzig im Vergleich zu Bitcoin. Bitcoin hat neben der Haupt-Blockchain (Layer 1) mit dem Lightning-Netzwerk (Layer 2) eine Lösung für günstige Zahlungen mit etwas mehr Privatsphäre als auf der ersten Schicht. Zudem hilft gerade die Tatsache, dass Bitcoin transparent ist, dabei, institutionelle Nutzer oder Unternehmen anzusprechen. Bitcoin-Transaktionen lassen sich notfalls nachweisen. Zudem ist Bitcoin die mit Abstand liquideste Kryptowährung; sie lässt sich jederzeit leicht handeln, auch in vergleichsweise großen Mengen. Die Folge: Die Marktkapitalisierung von Zcash lag zuletzt bei 6,5 Milliarden Dollar, jene von Bitcoin bei 1,3 Billionen.

Quelle: tennistv.com

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