KryptoEcho

Bitcoin extrem zusammengedrückt: Warum jetzt ein heftiger Ausbruch droht

Bitcoinsteckt in einer der engsten Volatilitätsphasen der vergangenen zwei Jahre. Die Bollinger-Bänder haben sich auf nur noch rund3,8 Prozentzusammengezogen, während der ADX mit11 Punktenpraktisch keine. . .

Von @BasisBitcoin · · 3 min Lesezeit

Bitcoin extrem zusammengedrückt: Warum jetzt ein heftiger Ausbruch droht

Bitcoinsteckt in einer der engsten Volatilitätsphasen der vergangenen zwei Jahre. Die Bollinger-Bänder haben sich auf nur noch rund3,8 Prozentzusammengezogen, während der ADX mit11 Punktenpraktisch keine Trendstärke mehr signalisiert. Für Anleger ist genau diese Kombination entscheidend: Der Markt wirkt ruhig, doch der Druck für eine stärkere Bewegung nimmt zu. Noch fehltallerdings die Richtung. Weder Käufer noch Verkäufer haben Bitcoin nachhaltig unter Kontrolle. Deshalb wäre es gefährlich, aus der extrem niedrigen Volatilität automatisch auf einen bevorstehenden Kursanstieg zu schließen. Auch ein scharfer Ausbruch nach unten bleibt möglich. Diese extreme Ruhe ist das eigentliche WarnsignalDie sogenannte Bollinger Bands Range misst, wie weit die obere und untere Bollinger-Linie auseinanderliegen. Je kleiner dieser Abstand wird, desto stärker ist die Schwankungsbreite des Marktes zusammengedrückt. Mit rund3,8 Prozentliegt dieser Wert aktuell auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau. Anfang Juli befand er sich noch im zweistelligen Prozentbereich. Solche Phasen sind deshalb interessant, weil extrem niedrige Volatilität selten dauerhaft bestehen bleibt. DerBitcoin-Kurssammelt gewissermaßen Energie innerhalb einer immer engeren Spanne. Sobald diese Struktur aufbricht, kann sich die Schwankungsbreite schnell deutlich erhöhen. Der entscheidende Punkt: Die Bollinger-Bänder verratennicht, ob Bitcoin nach oben oder unten ausbrechen wird. Erst wenn sich die Bänder wieder deutlich öffnen und der Kurs gleichzeitig seine aktuelle Handelsspanne verlässt, würde aus der gegenwärtigen Kompression ein belastbareres Ausbruchssignal. ADX bei 11: Bitcoin hat aktuell keinen echten TrendEin zweiter Indikator verschärft das Bild. Der Average Directional Index, kurz ADX, liegt nur noch bei11 Punkten. Der ADX misst nicht, ob ein Markt steigt oder fällt. Er zeigt vielmehr, wie stark ein vorhandener Trend überhaupt ist. Werte unterhalb von 25 sprechen in diesem Modell gegen einen stabilen Trend. Bei 11 ist Bitcoin damit weit davon entfernt, eine klare Richtung zu bestätigen. Das zuvor vorhandene bärische Signal aus dem frühen Juli wird von der aktuellen Marktstruktur nicht mehr bestätigt. Gleichzeitig gibt es auch kein neues Kaufsignal. Bitcoin befindet sich damit in einer neutralen Zone, in der kurzfristige Ausbrüche besonders anfällig für schnelle Fehlsignale sein können. Für einen echten Regimewechsel müsste der ADX wieder steigen undüber 25 Punkteklettern. Erst danach würde die Verteilung zwischen +DI und -DI zeigen, welche Seite tatsächlich die Kontrolle übernimmt. Liegt +DI mehr als fünf Punkte vorne, würde dies ein bullisches Signal auslösen. Dominiert dagegen -DI mit entsprechendem Abstand, würde das Bild klar auf die Verkäuferseite kippen. Diese Bestätigung entscheidet über Ausbruch oder FalleBollinger-Bänder und ADX erzählen derzeit dieselbe Geschichte: Bitcoin ist extrem zusammengedrückt, aber noch ohne klare Richtung. Genau darin liegt die Gefahr. Ein erster Sprung aus der aktuellen Spanne muss noch kein nachhaltiger Ausbruch sein. Bleibt der ADX niedrig und ziehen die Bollinger-Bänder nicht überzeugend auseinander, kann die Bewegung schnell wieder eingefangen werden. Das bullische Szenario gewinnt erst deutlich an Qualität, wenn Bitcoin seine Range nach oben verlässt, die Volatilität gleichzeitig zunimmt und der ADX Richtung 25 oder darüber steigt. Dann würde aus der bisherigen Seitwärtsphase ein möglicher neuer Aufwärtstrend. Auf der Unterseite gilt dasselbe Prinzip. Ein Bruch der Range zusammen mit steigender Trendstärke könnte den derzeit ruhigen Markt überraschend schnell in eine stärkere Abwärtsbewegung verwandeln. Damit ist die extreme Ruhe bei Bitcoin derzeit weniger Entwarnung als einWarnsignal für zunehmendes Bewegungsrisiko. Jetzt zählt nicht der erste kurze Ausschlag, sondern dieBestätigungdurch Volatilität und Trendstärke. Öffnen sich die Bollinger-Bänder und steigt der ADX über 25, dürfte die aktuelle Ruhephase endgültig vorbei sein.

Quelle: bitcoinbasis.de

Mehr zu Bitcoin